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ÜBUNG: Verkehrsunfall [TH 4], mehreren eingeklemmte und vermisste Personen, Ostring
Autor:Konrad Hasch --- Veröffentlicht am: 07.07.2018

Bericht:
Nach einem „Disco-(Verkehrs-)unfall“ gibt es mehrere eingeklemmte Schwerverletzte und einige Beteiligte sind, möglicherweiße unter Drogeneinfluss, von der Unfallstelle geflüchtet und irren verletzt oder in Panik umher!
Genau dieses Szenario fand bei der Jahreshauptübung mit insgesamt knapp 60 Helfer aller Fachdienste heute in Estenfeld statt.

Auf einem abgelegenen Feldweg kollidierten an einer Weggabelung zwei PKW mit hoher Geschwindigkeit. Beide PKW überschlugen sich:
PKW 1 kam auf den Rädern wieder zum stehen, der Fahrer wurde dabei schwer eingeklemmt und ein weiterer Mitfahrer aus dem Fahrzeug in das angrenzenden Unterholz geschleudert, wo er schwerverletzt zum liegen kam.
PKW 2 landete auf dem Dach, auch hier wurde der Fahrer schwer eingeklemmt und ein Mitfahrer, ebenfalls nach Ejektion, unterm PKW 2 im Bereich des Beckens eingeklemmt.
Während die Patienten durch die vom Rettungsdienst versorgt wurden musste durch die Feuerwehr die technische Menschenrettung aus den Fahrzeugen vorgenommen werden. Das 40/1 und 40/2 arbeiteten parallel unweit voneinander entfernt. Unterbaumaterial, Stab-Fast-Abstützsystem, Hebekissen, Rettungszylinder, hydraulische Rettungsscheren -und Spreizer, Säbelsägen, .... mit schwerem Gerät wurden in Absprach mit den Notärzte die drei eingeklemmten Patienten befreit.
Als die technische Rettung in den letzten Zügen lag, wurde bestätigt, dass die FLIGHT (=Suchdrohneneinheit) der Johanniter Würzburg mit ihrer Drohne mehrere „heiße Punkte“ im Bereich der Lehmgrube gesichtet hat. Nach Erkundung stellte sich heraus, dass Insassen aus den PKWs etwa 800m von der Einsatzstelle entfernt den Steilhang hinuntergefallen und teilweise verschüttet in der Schlucht lagen. Sofort wurde ein das 40/2 vom Einsatzgeschehen abrückebereit gemacht und zur Lehmgrube geschickt. Dort machten sich die Höhen- und Absturzsicherer mit Schleifkorbtrage einsatzklar und legten ihr Klettergeschirr an. Mit Seilen gesichert ließen sich die Spezialretter der Estenfelder Feuerwehr den Seilhang hinab. Die dort gefundenen Patienten wurden jeweils auf ein Spineboard gelagert, mit der Schleifkorbtrage den Abhang hinaufgezogen und dort dem Rettungsdienst zur medizinischen Weitervorsorgung übergeben.
Zeitgleich machte sich mehrere speziell ausgebildete Personensuchhunde (=Mantrailer) mit ihren Herrchen auf die Suche nach Unfallopfern die in Richtung Dorfzentrum gelaufen sein sollen. Mit einer Duftfährte trieb es die Hunde zielsicher zu den umherirrenden und verletzten Insassen, welche bereits tief in den Ortsrand getorkelt waren.
Letztlich wurde der letzte Insassen innerhalb von 2 Stunden nach dem Ereignis gerettet.

Am Feuerwehrhaus in Estenfeld fand mit allen Helfern ein gemeinsames Grillen statt was bis in den Nachmittag hinein in Gemütlicher Runde anhielt.

Die Übungsleiter der Johanniter-Unfallhilfe Würzburg und der Feuerwehr Estenfeld sprachen allen anwesenden Dank für die Bereitschaft aus, sich an einem Sommersamstag die Zeit zu nehmen und derartiges zu leisten. Es seinen - wie bei Übungen beabsichtigt - hier und da Kleinigkeiten und Sachen aufgefallen, die es für die Zukunft zu ändern gilt.
Insgesamt waren alle Beobachter als auch Teilnehmer mehrheitlich der Meinung, dass die sog. anfängliche Chaosphase sehr zügig überschritten war und zeitnah erstaunliche Ruhe an den Einsatzstellen herrschte. Dies zeigte, dass die Helfer trotz „Übungscharakter“ hoch konzentriert arbeiteten, die Handgriffe beherrscht und nicht hektisch nach Lösungen gesucht werden musste, die Absprachen zwischen den Organisationen Feuerwehr und Rettungsdienst alle ruhig und sachlich von statten gingen und somit jeder wusste was zu tun war.

Genau diese professionelle Zusammenarbeit der unterschiedlichen Rettungsorganisationen ist es, was letztlich die schnelle, kompetente und adäquate Rettung von Unfallopfern in der Realität ermöglicht.

Details:
Anzahl Einsatzkräfte Estenfeld: 0
Einsatzart: Technische Hilfe
Alarmiert um: 07.07.2018 10:00
Zurück in der Wache: 07.07.2018 13:00
Fahrzeuge (FFW-Estenfeld):
Estenfeld 11/1 (MZF)


Estenfeld 40/1 (HLF 20)


Estenfeld 40/2 (LF 16)


Estenfeld 63/1 (LIMA)


Ausgerückte Kräfte (Gesamt): FFW Estenfeld
Notarzt Würzburg
Rettungsdienst Würzburg
Wü-Land 7 (ELRD)
Rettungshundestaffel
FLIGHT-Suchdroheneinheit
Alarmiert durch: Funk
Mündlich

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